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Hier nun die Online-Version für die Internet-Zeitung KurinNRW:
Fotogalerie - 6. Teil
Das ist Borat, ein 17-Jahre alter Kadett E auf einem südfranzösischen Parkplatz. Stephan Kubitza und Zeljko Horvat machten sich am 29. Dezember von Oberhausen aus auf den Weg nach Gambia in Westafrika. 2003 dachte sich der Engländer Julian Nowill, die Rally Paris-Dakar ist zu teuer und es müsste doch auch möglich sein, einem Auto, das lediglich 100 englische Pfund (ca. 150 Euro) kostet, die gleiche Strecke zuzumuten. Der Zielpunkt wurde noch mal 200 km weiter nach Süden verlegt, in die Hauptstadt Gambias, Banjul, und dort auch noch eine Auktion ins Leben gerufen. Die Fahrzeuge, die tatsächlich die fast 7.000 km geschafft haben, werden in Banjul zugunsten wohltätiger Einrichtungen versteigert.
Nach zwei Tagen und 2.500 km erreichte Borat Gibraltar, die alte englische Bastion an der südlichsten Spitze Europas. 20 km weiter westlich liegt Tarifa, von wo Borat am Neujahrsmorgen nach Afrika übersetzte.
In Tarifa war ein erstes Treffen der 'Banjulistas', all der Verrückten, die ihre 150-Euro-Vehikel nach Gambia schaukeln und dort versteigern lassen, ohne von dem Erlös etwas zu bekommen.
Trabbi, Landrover, Ford Transit, Mercedes, eine holländische Armeezugmaschine aus dem Jahre 1956, Borat und auch ein original englisches Taxi sind mit Kanistern, Abschleppseilen und erlesenem Schmuck bestens für die Reise durch Westafrika und die Sahara gerüstet.
Im marokkanischen Hafen Tanger lernte Borat 'Desert Diva', einen englischen Land-Rover (rechts) und 'Banjula', einen portugiesichen Ford Transit (davor) kennen, mit denen er gemeinsam die 5.000 km durch Marokko, die West-Sahara, Mauretanien, den Senegal und schließlich Gambia zurücklegen wird.
Marokkos beide Autobahnen verfügen über modernste Raststätten, die aber kaum die europäischen Fahrzeugmengen bedienen müssen.
In Rabat hat wie überall moderne Technik Einzug gehalten.
Doch äußert sich die Tradition nicht nur in der Bausubstanz.
In Benguerir, kurz vor Marrakech, genossen Borats Piloten, Zeljko Horvat (rechts) und Stephan Kubitza (zweiter von links) zusammen mit den Fahrern von Banjula, Manuel Correira (links) und José Machado (zweiter von rechts), Kefte (gegrillte Hackfleischbällchen vom Lamm).
Marrakech, die alte Königsstadt, weist 1.000.000 Einwohner und jährlich 10.000.000 Touristen. Die meisten treffen sich bei Anbruch der Nacht auf der Place Jamaa El Fnaa an Keftegrills, Schneckenküchen, Orangensaftkarren zwischen Gauklern, Schlangenbeschwörern, Zukunftsdeutern und Musikanten.
Kommerzielle Schlagadern einer jeden marokkanischen Stadt sind die Souks, verwinkelte Gässchen, in denen alles angeboten wird. Manuel und José holten noch einmal tief Luft und verschwanden dann für eine Stunde im Schuhgeschäft. Am Ende hatten sie den Preis tatsächlich auf etwas mehr als ein Viertel des ursptünglich verlangten gedrückt.
Südlich von Marrakech werden die Straßen immer einfacher
Laâyoune, die Hauptstadt der (selbsternannten) Demokratischen Arabischen Republik Sahara, ist eine pulsierende Stadt mit 183.000 Einwohner und großer UN-Präsenz.
Weiter geht's nach Süden
Noch 400 km bis Dakhla, der letzten großen marokkanischen Stadt vor Mauretanien, aber fast 5.000 km bis nach Hause.
Immer mehr Sand und Einsamkeit, aber die Moschee ragt aus der kleinsten Siedlung stolz empor.
Die Grenze Marokko - Mauretanien ist ein beliebter Aufenthaltsort
Mauretanien ist ein eher armes Land, was sich bereits in der Art der Grenzposten zeigt.
Derlei preisen mauretanische Verkehrsschilder als 'Campingplatz' an.
Nouadhibou ist mit 90.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Mauretaniens, wirkte auf uns aber überhaupt nicht einladend.
Wie in der West-Sahara sind auch hier noch sehr viele Landminen versteckt, vor denen aber immerhin derlei Schilder warnen.
Der Großteil der Bevölkerung hat kaum ein Dach über dem Kopf.
Auf dem Weg in die Hauptstadt Mauretaniens, Nouakchott, kämpfte sich Borat vier Stunden tapfer durch einen Sandsturm.
Senegals nördlichste Stadt, St. Louis, wurde bereits 1659 von Franzosen gegründet und wird dominiert vom Pont Faidherbe, einer 508 m langen Stahlbrücke aus dem Jahre 1897.
Ein Hauptverkehrsmittel in St. Louis sind farbenfrohe Pirogen, mit denen schon Verzweifelte versuchten, die Kanarischen Inseln zu erreichen.
Dies ist eine Personenfähre über den Fluss Gambia, zu dessen Seiten sich Gambia erstreckt, der kleinste Flächenstaat Afrikas. Der ungewöhnliche Grenzverlauf Gambias ergibt sich aus der Tatsache, dass dies die Reichweite der Kanonen der britischen Schiffe auf dem schiffbaren Teil des Flusses war.
Fahrzeuge werden allerdings mit diesen Fähren über den Gambia gebracht.
Nach 22 Tagen und 7.000 km war Borat endlich in Gambia und wurde für 30.000 Dalassi (ungefähr 900 Euro) ersteigert. |
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